Rotz & Wasser #3: Mein Leben ohne mich

20 Mar

Größe Mädchen weinen nicht. Große Jungs erst recht nicht. Achja? ABSPANN listet hier einige der traurigsten Filme überhaupt, die garantiert jeden Rotz und Wasser heulen lassen. Folge 3: “Mein Leben ohne mich” von Isabel Coixet.

von Ann-Christin Eikenbusch

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Die Zeder war Zeuge. Ausgegraben: Wim Wenders’ Dokumentarfilm “Chambre 666″ (1982)

3 Feb

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Cannes im Mai 1982. Während der 35. internationalen Filmfestspiele ruft Regisseur Wim Wenders einen Krisenstab zusammen. Im Hotel Martinez an der Croisette versammelt sich eine Schar illustrer Regiekollegen, darunter Jean-Luc Godard, Michelangelo Antonioni, Steven Spielberg, Rainer Werner Fassbinder und Werner Herzog. Jedem Teilnehmer hat Wenders vorab ein Papier ausgehändigt. Darauf zu lesen ist die Frage: „Ist das Kino eine Sprache, die zu verschwinden droht, eine Kunstform, die auszusterben beginnt?“ Wenders geht es um den Status quo des Gegenwartskinos, um eine Positionsbestimmung des Autorenfilms und nicht zuletzt um die Allmacht des Fernsehens. Jeder der anwesenden Filmemacher erhält die Möglichkeit, in einem reservierten Hotelzimmer per  Videobotschaft Stellung zu dieser Frage zu beziehen. Die Statements sind dabei so unterschiedlich wie das Gebaren der Personen vor der Kamera. Im Anschluss lässt Wenders die Aufnahmen am Schneidetisch zusammenfügen, verschmelzt sie gewissermaßen zu einem filmischen Amalgam aus Selbstbildern und Selbstbekenntnissen. Trotz der heterogenen Antworten, lassen sich die Kommentare jedoch auf einen gemeinsamen Nenner bringen: Die Reaktionen auf die durchaus provokative Ausgangsfrage sind nicht resignierend, sondern klingen kampfbereit und anpassungsfähig. Damit wird jenes Hotelzimmer, die „Chambre 666“, nicht zur befürchteten „Kammer des Schreckens“ für den Stand des damaligen Kinos, sondern in ihr artikuliert sich ein einvernehmliches Plädoyer für engagiertes, leidenschaftliches und selbstbewusstes Filmemachen.

Von Philipp Scheid

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Rotz & Wasser #2: Kirschblüten – Hanami

3 Okt

Größe Mädchen weinen nicht. Große Jungs erst recht nicht. Achja? ABSPANN listet hier einige der traurigsten Filme überhaupt, die garantiert jeden Rotz und Wasser heulen lassen. Folge 2: “Kirschblüten – Hanami” von Doris Dörrie.

von Ann-Christin Eikenbusch

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Den Zeitgeist zeigen. Bonner Videonale präsentiert Vortrag über die Geschichte der brasilianischen Videokunst

25 Sep

Blick in eine Video-Ausstellung während der “VIII Jovem Arte Contemporânea”, 1974 (auf dem Monitor: “Passagens I” von Anna Bella Geiger) © Archiv MAC USP

Die Küstenmetropole São Paulo ist noch heute der wirtschaftliche Knotenpunkt Brasiliens. Als solcher war und ist die Stadt, die sich aufgrund des Kaffeeanbaus im 19. Jahrhundert rasant auszudehnen begann, nicht nur ein wichtiger Umschlagplatz im nationalen und internationalen Warenverkehr, sondern auch ein Ort regen kulturellen Austausches, der letztlich zum Motor künstlerischer Entfaltung und Modernität wurde.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war São Paulo zudem das geistige und kreative Zentrum einer künstlerischen Avantgarde, die auf der Suche nach ihrem Platz in der Moderne erstmals in Berührung mit dem „neuen Medium“ Video kam. Welche Voraussetzungen dieses „Aufblühen“ der Videokunst in Brasilien begünstigten und welche Vermittlerinstanz dabei die Kunstinstitutionen spielten, referierte Ana Magalhães, Professorin für Moderne Kunst am Museo de Arte contemporânea (MAC) der Universität São Paulo, am Mittwoch, den 25.7.2012, im Auditorium des Bonner Kunstmuseums.

Der von der Deutsch-Brasilianischen Gesellschaft unterstützte Besuch war Teil der Vortragsreihe „Elektronenströme“, die seit einigen Jahren zum festen Veranstaltungsinventar der „Videonale“ zählt. Im Vorfeld des traditionsreichen Videokunstfestivals, das sich vom 15. Februar bis 7. April 2013 erneut im Bonner Kunstmuseum einfindet, haben damit Produzenten, Vertreiber oder Kuratoren die Gelegenheit, ihre Perspektive auf das künstlerische Medium darzulegen.

Von Philipp Scheid

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Am Anfang war die Bleistiftzeichnung. Ein Streifzug durch die Ausstellung “PIXAR – 25 Years of Animation”

29 Jul

John Lasseter: Luxo (für: Die kleine Lampe, 1986), Giclée © Disney/Pixar Figuren

Ein Menschenpulk schleppt sich zum Eingang der Ausstellung: die Pforten sind geöffnet. Am Empfang, gleich hinter dem Museumswächter, werden die Besuchermassen von Mike und Sullivan, dem ungleichen Ungeheuer-Duo aus „Monsters Inc.“ (2001), begrüßt. Ihr nahezu lebensechtes Fellkostüm fordert sofort einige Gäste dazu auf, neben den quietschbunten Sonderlingen für ein „Starfoto“ zu posieren.

Unbestreitbar sind die beiden Monsterfreunde die heimlichen Maskottchen jener Schau, die seit wenigen Wochen unter dem kegelgekrönten Dacht der Bonner Bundeskunsthalle zu sehen ist. Dort gewähren die Pixar Animation Studios, beheimatet in Emeryville bei San Francisco, derzeit einen Einblick in ihre Ideenschmiede, die seit immerhin 25 Jahren Bestand hat. Die Antwort auf die Frage, was Animationskunst im Museum überhaupt zu suchen habe, blieb Museumsdirektor Robert Fleck den Besuchern bei seiner Eröffnungsrede nicht schuldig und spätestens nach der Besichtigung der Ausstellung war auch den Besuchern klar: bei Pixar geht es zu wie im Werkstattbetrieb eines barocken Meisters.

von Philipp Scheid

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FDDF 2012: Ein Film wie ein Förderturm. Dominik Grafs “Lawinen der Erinnerung”

14 Jul

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Nach einer strapaziösen Autofahrt durch winterliches Unwetter begegnen sich im Dezember 2010 in Deining bei München die Filmemacher Dominik Graf und Oliver Storz. Man kennt einander nur flüchtig, gemeinsames Bindeglied ist die Bavaria Film, eines der größten deutschen Studios für Film- und Fernsehproduktionen, für die beide im Laufe ihrer Karriere tätig waren. Graf ist beeindruckt von der soignierten Gestalt des betagten Regisseurs, der mit “Drei Tage im April” (1994), “Im Schatten der Macht” (2003), “Die Frau, die im Wald verschwand” (2009) – ganz zu schweigen von der Sci-Fi-Kultserie “Raumpatrouille” (1966), die ebenso auf seine Kappe geht – längst Fernsehgeschichte geschrieben hat. Storz ist aber nicht nur Zeitzeuge der westdeutschen Fernsehproduktion der Nachkriegszeit, er ist auch der Mensch Oliver Storz, durch den die Zeit wie in einem Flussbett hindurchgeflossen ist und in dem sich Bilder, Gedanken, Fragen als Sedimente der Erinnerung abgelagert haben. Graf erkennt die Dringlichkeit eines Interviews ehe Storz seiner längst diagnostizierten tödlichen Krankheit erliegt, und mit ihm auch das verschwindet, was er zu sagen gehabt hätte.

Gesehen auf dem 8. Festival des deutschen Films!

von Philipp Scheid

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8. Festival des deutschen Films: “Das Leben ist schön. Auch wenn es anstrengend ist!”

26 Jun

Am Sonntagabend ging das 8. Festival des deutschen Films nach 11 Tagen Festivalbetrieb zuende. –Mit ihm ein wunderbares Wochenende voll deutscher Filmkunst,  frischer Rheinluft und tollen Gesprächen.

von Ann-Christin Eikenbusch

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Das Meer in ihr. “Kotoko” von Shinya Tsukamoto

30 Mai

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Das Meer ist von Natur aus gegensätzlich. Die griechische Mythologie lehrt uns beispielsweise, wie es (gemeint ist sein Regent Poseidon) Odysseus und seine Mannen unzählige Tage auf hoher See gefangenhielt. Andererseits war es das Meer, das aus Schaum, wie es heißt, die Schönheitsgöttin Aphrodite gebar. Etwas von dieser Zwiespältigkeit steckt auch in Kotoko, der jungen Protagonistin in Shinya Tsukamotos gleichnamigen Film, gesehen auf der diesjährigen „Nippon Connection“ in Frankfurt am Main.

von Philipp Scheid

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night watch #2: Das Herz ist ein dunkler Wald (2007)

9 Mai

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„How surreal can you get?“ fragt die Einladungskarte Marie und Thomas. Dann zerbricht ein rohes Ei am Frühstückstisch, im Geigenkoffer wird das Instrument gegen die Puppe ausgetauscht, Marie schwingt sich aufs Fahrrad und folgt dem Auto ihres Mannes. Die Odyssee beginnt. Was passiert, wenn schließlich alle Masken fallen und die Welt tatsächlich zur Bühne wird? Was passiert, wenn einer hinter den dicken, roten Vorhang huscht und einfach aufhört mitzuspielen? Nicolette Krebitz zeigt in “Das Herz ist ein dunkler Wald” (surreale) Szenen einer Ehe.

Von Ann-Christin Eikenbusch

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Rotz & Wasser #1: Beim Leben meiner Schwester

6 Mai

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Größe Mädchen weinen nicht. Große Jungs erst recht nicht. Achja? ABSPANN listet hier einige der traurigsten Filme überhaupt, die garantiert jeden Rotz und Wasser heulen lassen. Folge 1: Beim Leben meiner Schwester von Nick Cassavetes.

Von Ann-Christin Eikenbusch

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